(351) Der Palace hieß eigentlich Palace of Auburn Hills…

Der Palace hieß eigentlich Palace of Auburn Hills und war ein riesiger Sport und Entertainment-Komplex, der gleichermaßen für Basketballspiele, Konzerte und Boxkämpfe genutzt wurde.

Die Architekten hatten eine Besichtigung gebucht und wollten im Anschluss eine Veranstaltung erleben. Am Tag ihres Besuches gab es ein Box-Event mit einer ganzen Reihe von Kämpfen, zu denen die Gruppe gute Ringside-Plätze bekommen hatte.

Als sie am Palace ankamen, wurden sie von einem Vertreter der Betreibergesellschaft begrüßt. Er zeigte ihnen zuerst den Aufbau des Komplexes an einem Skalenmodell. Dann schauten sie sich den Zuschauerraum und den Bühnenteil bzw. das Spielfeld an. Nachher, beim Kampf war nicht mehr die Möglichkeit dazu. Schon jetzt hatten sich ein paar Fans im Zuschauerraum eingefunden und lasen Zeitung oder schauten stoisch den Architekten zu.

Dann bekamen die Besucher einen Einblick in die Haustechnik. Markus und Konstantin diskutierten erregt, wie sinnvoll es sei, dass die Zuschauer drei Eingänge nutzen konnten, während es zusätzlich noch einen vierten Ausgang gab. „Rein kommen die Leute nach und nach. Raus gehen sie alle gleichzeitig. Deshalb braucht man mehr Aus- als Eingänge.“ – „Da gebe ich dir recht, Markus, aber es schadet auch nicht, alle verfügbaren Eingänge zu nutzen.“

Sie schauten sich im Detail den großen Regieraum an, in dem die gesamte Haustechnik inkl. Audio- und Videogeräte bedient werden konnten. „Für die TV-Übertragungen können die hier kein Risiko eingehen. Da muss alles redundant aufgebaut sein“, erklärte Markus Konstantin, der sich augenrollend wegdrehte.

Danach schauten sie sich den sogenannten Backstage-Bereich an, im Wesentlichen die Umkleidekabinen der Sportler oder der Künstler. Markus und Konstantin waren wegen ihrer Diskussion etwas zurückgefallen. Sie kamen an einer Garderobe mit einem blauen Stern vorbei. Markus probierte die Tür, sie ließ sich öffnen. Innen stand ein Mann, der nur einen blauen Short trug und im Seil sprang. Sein Blick war stur geradeaus gerichtet, an die weiße Kachelwand. Er schien die beiden nicht einmal zu bemerken. Markus zog schnell die Tür wieder zu.

Scott ‚Hellraiser‘ Stuppy hatte die beiden bemerkt, aber er hatte ihre Präsenz nicht anerkennen wollen. Er konzentrierte sich auf seinen Kampf, der in einer Stunde beginnen würde. Sein Gegner würde Damien ‚Pain Server‘ Bishop sein. Damit hatte Stuppy kein Problem. Was ihm den kalten Schweiß ins Gesicht trieb war, dass er Geld bekommen hatte, um sicherzustellen, dass Bishop gewinnen würde.

Schreibe einen Kommentar