(284) Rupert erreichte seinen Freund, der ein guter Bekannter von Colin Firth sein sollte…

Rupert erreichte seinen Freund, der ein guter Bekannter von Colin Firth sein sollte, im ‚Level 229‘, einem Club in Soho. Die Musik im Hintergrund war sehr laut und die beiden konnten sich kaum verstehen. Rupert schickte eine SMS, die prompt beantwortet wurde mit ‚Jetzt gleich?!‘ Es stellte sich dann heraus, dass es keine direkte Beziehung gab, aber ein weiterer zwischengeschalteter, sehr guter Freund. Dieser lag schon im Bett, ging aber dennoch ans Telefon. Er hatte tatsächlich zwei Telefonnummern von Colin Firth, musste deswegen aber seinen Laptop hochfahren. Er wusste auch nicht, welche Nummer gültig war. Die erste Nummer führte zu einer Voicemailbox, die aber keine Ansage hatte, sodass Rupert nicht wusste, wem er eine Nachricht hinterließ. Auf jeden Fall bat er Colin Firth um Rückruf, es ginge um Leben und Tod. Die zweite Nummer schien umgeleitet zu sein. Es klang wie amerikanisches Telefonklingeln. Tatsächlich meldete sich eine weibliche Stimme mit amerikanischem Akzent. Rupert trug seine Bitte vor. Die Stimme sagte: ‚Bleiben Sie dran.‘, dann war er in der Warteschleife. Oscar stand daneben und freute sich. „Das sieht vielversprechend aus!“ Er schenkte sich und Rupert noch einen Whisky aus. Die Warteschleifenmusik dudelte weiter. Fast wäre Rupert eingeschlafen, als sich die Stimme wieder meldete: „Ich stelle Sie jetzt durch zu Mr Firth.“ Und dann war tatsächlich Colin Firth in der Leitung und schien sich sogar an den Mann zu erinnern, von dem Rupert die Nummer hatte. „Was kann ich für Sie tun?“ Rupert fragte ihn, ob er die Nummer von David Seidler habe. „Oh, Sie meinen der Drehbuchautor von The King’s Speech? Ich habe ihn getroffen und bestimmt war in irgendeinem Papier auch seine Telefonnummer. Aber die muss in England sein. Tut mir leid.“

Rupert schaute Oscar an und zuckte mit den Schultern. „Aber, mir fällt gerade ein, wir haben hier in den USA den gleichen Agenten. Rufen Sie den an, der hat sie bestimmt. Grüßen Sie von mir.“ Firth gab Rupert eine Telefonnummer, dieser bedankte sich. Sofort rief Rupert den Agenten an, Firth hatte ihm die Mobilnummer gegeben. Als der Agent dran war, gab Rupert die Grüße weiter, fragte nach der Telefonnummer und bekam sie ohne Umschweife. Oscar rieb sich die Hände. „Das wird was, wir kommen der Sache näher!“ Rupert wählte Seidlers Nummer und hatte den Autor selbst im Handumdrehen in der Leitung. Im Hintergrund war Meeresrauschen zu hören. Seidler, ein älterer Herr, klang sehr entspannt und freundlich. Rupert fragte ihn nach Frasers Nummer. Seidler sagte, er schaue nach und kam dann zurück, um zu sagen, dass er die Nummer nicht dabei habe. „Frag ihn, ob er jemand kennt, der uns weiterhelfen kann“, sagte Oscar ungeduldig. Rupert gab die Frage weiter. Seidler bedauerte, er hatte alle diese Telefonnummern in einem Büchlein und dieses habe er gerade nicht dabei. Rupert bedankte sich und legte auf.

„Wir waren so nah dran! So nahe“, Oscar schlug sich mit der flachen Hand an die Stirn. „Lass uns überlegen, wer uns sonst noch weiterhelfen kann“, sagte Rupert. Sie setzten sich beide hin und während sie nachdachten, schliefen sie ein.

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