(255) Plötzlich wurde es still.

Plötzlich wurde es still. Er öffnete blinzelnd die Augen, es war, als ob er im Licht eines starken Schweinwerfers säße. Der Mann mit dem Rasiermesser war weg. Er schien auf einer Bühne zu sein, aber der Zuschauerraum war leer. Es war ihm, als ob er unter sich die Beine eines Menschen fühlte, als ob er bei jemandem auf dem Schoß säße.

Er drehte den Kopf und erschrak, als er in die großen Augen eines hässlichen Hasen blickte. Das Gesicht war weißglänzend wie Satin, darauf stachen Schnurrbarthaare aus Kunstfasern heraus. Die Nase war aufgezeichnet. Darunter zwei riesige glänzende Nagerzähne, direkt hinter ihm. Die Augen schauten böse.

X wollte sich losreißen, aber der Hase griff ihm unter den Armen an die Brust und hielt ihn fest. Dabei bewegten sich die langen rosafarbenen Ohren des Hasen. Es schien ihm, als ob die Ohren aus Pappe waren. Um das Gesicht herum wucherte der gleiche braune Plüschstoff, der auch die Pfoten umhüllte. Er saß beim Osterhasen auf dem Schoß und der Osterhase wollte ihm etwas antun.

Er strampelte mit den Beinen, versuchte, sich loszureißen. Dadurch zerkratzte er sich die Brust an den scharfen Krallen seines Gegners. Als er dem Osterhasen wieder ins Gesicht schaute, öffnete dieser sein Maul. Die oberen Nagezähne hoben sich an, dahinter kamen viele weitere Reihen von rasiermesserscharfen Zähnen zum Vorschein. Der Osterhase ist ein Hai, schoss es ihm durch den Kopf.

Das Maul wurde größer und größer. Es schien ihm, als ob er in einen Strudel von Zähnen hinunterschauen würde. Die Zahnreihen drehten sich abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen. In der Mitte gähnte ein schwarzer Schlund. Je länger X in den Schlund hineinblickte, desto größer wurde dieser und schien auf ihn zuzukommen. Er hatte Angst davor, hineinzufallen. Besonders fürchtete er sich vor den rotierenden Zahnreihen.

Das Licht ging aus, jetzt war alles nur noch Schlund, er war vollständig darin gefangen. Er schrie aus voller Lunge.

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