(195) Von dem Panzerkampfwagen IV waren zwischen 1937 und 1945 insgesamt 8.525 Stück produziert worden.

Von dem Panzerkampfwagen IV waren zwischen 1937 und 1945 insgesamt 8.525 Stück produziert worden. Allein bis Januar 1945 waren davon 6.250 komplett zerstört worden. Nach dem Krieg wurden viele der verbliebenen Panzer von anderen Armeen genutzt: Sowjetunion, Rumänien oder Ungarn zum Beispiel. Rumänien grub einige davon als Bunker ein und nutzte sie noch lange weiter. Auch die Türkei, Kroatien und Finnland setzten die Fahrzeuge ein. Beutestücke aus Nordafrika wurden von Syrien und Jordanien im Sechstagekrieg gegen Israel verwendet.

Nach und nach konnte Leo Wessel den aktuellen Ort von 62 Panzerkampfwagen IV ausmachen. 25 davon waren Wracks, die deshalb überhaupt nicht in Frage kamen. Ein Panzer IV stand in einem englischen Museum und war derart umgebaut worden, dass er ebenfalls nicht mehr brauchbar war. 32 Panzer waren zumindest optisch in annehmbaren Zustand, aber wohl nicht mehr fahrtüchtig. Damit fielen auch sie aus.

Es verblieben vier Exemplare, die in Frage kamen.

Panzer A: Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz (Deutschland). Ausführung H. Fahrgestellnummer 84611. Ursprünglich an Spanien geliefert, in den 60er Jahren zurückgegeben. Fahrtüchtig.

Panzer B: Brigada Acorazada XII, El Goloso, Madrid (Spanien). Ausführung H. Turmnummer 85596. Fahrgestellnummer 84632. Wurde restauriert durch Verwendung der besten Ersatzteile von drei Panzern, daher die unterschiedlichen Teilenummern. Voll fahrtüchtig.

Panzer C: Königlich Jordanisches Tankmuseum (Jordanien). Ausführung H. Fahrgestellnummer nicht bekannt. War als Wrack an der Finnisch-Russischen Grenze gefunden worden und vom Museum wieder instandgesetzt. Voll fahrtüchtig.

Panzer D: Kubinka Tank Museum (Russland. Ausführung G. Turmnummer 82993. Fahrgestellnummer 82937. Bei Krupp gebaut, im Einsatz der 23. Panzerdivision bis Januar 1943, als es außer Gefecht gesetzt wurde. Dann von der Roten Armee instandgesetzt und als Übungsfahrzeug genutzt. Fahrtüchtig.

Jordanien schien Leo zu weit entfernt für einen Einsatz in Europa. Er würde sich zunächst den spanischen und den deutschen Panzer anschauen, danach weiter nach Kubinka.

Er rief Jeff an, erzählte ihm von seinen Erkenntnissen. Jeff war einverstanden, die Reisekosten zu übernehmen. „Leo, nur zur Sicherheit, könntest du nachfragen, ob die Panzer auch noch schießen können?