(311) Spengler konnte sich nicht erinnern…

Spengler konnte sich nicht erinnern, wie lange er bereits mit Orfea zu Gange war, als er plötzlich einen spitzen Schrei hörte. Gaia, seine Frau, war unbemerkt von ihm ins Zimmer gekommen.

„Du Schwein“, schrie sie. „Du hast unsere Abmachung gebrochen!“ Sie selbst war an Haar, Makeup und Kleidung verwüstet. Allerdings hatte sie sich der Abmachung entsprechend verhalten und ihr amouröses Abenteuer außerhalb der gemeinsamen Räume genossen. Spengler hatte nicht damit gerechnet, dass sie so schnell zurückkehren würde. Er erhob sich, aber bevor er die richtigen Worte gefunden hatte, stand Orfea vor ihm und schleuderte Gaia entgegen: „Wie können Sie es wagen, uns hier zu stören? Verlassen Sie sofort diesen Raum.“

Gaia rümpfte die Nase. „Was glauben Sie denn, was Sie hier für Rechte haben, Sie hässliche Kreatur.“ Bevor sie sich wehren konnte, hatte Orfea sie geohrfeigt. Kurzer Moment der Stille, in der sich die drei Protagonisten sammelten – Spengler und Orfea nackt mit verschmierten Puderschlieren am Körper, Gaia Spengler vernachlässigt angezogen mit einem röter werdenden Handabdruck auf der Wange.

Dann gingen beide Frauen mit Fäusten aufeinander los. Spengler versuchte zunächst, dazwischen zu gehen, fing aber selbst einen Hieb ein und wurde abgedrängt. Er setzte sich auf das Bett und genoss die Aussicht. Beide Frauen schienen im Kampf ebenbürtig zu sein. Gaia hatte Orfea die Perücke vom Kopf gerissen, Orfea hatte Gaia am Ausschnitt gezogen und das Kleid war eingerissen, so dass Gaias rechte Brust heraushing.

Spengler fühlte sich natürlich von dem Spektakel erregt. Er erwartete, dass die beiden Frauen, vom Kampf erschöpft, bald voneinander ablassen würden. Er hoffte auf einen aufregenden Dreier, wenn sich die Wogen geglättet hatten. Er und seine Erektion, die er mit wenigen Handgriffen unterhielt, würden bereit sein. Karneval in Venedig, er liebte es.